Hanni
Frage von: Hanni

Freistellung

Hallo,

ich befinde mich derzeit im ersten Semester meines dualen Verbundstudiums. In meinem Bildungsvertrag steht: "Der Betrieb stellt die Teilnehmerin zum Studium an der Hochschule gemäß obigem Bildungsgang frei." Gemäß Übersicht der Hochschule über den Studiengang sind die jeweiligen Semesterferien und das 5. Semester praktische Ausbildungszeit im Betrieb (z.B. 1 Monat von 15.2. bis 14.3.), das Studiensemester (WS) läuft nach der Studienübersicht z.B. vom 1.10.17 bis 14.2.18 und dann wieder vom 15.3. bis 31.7.18. Es ist also ein Blockstudium, kein Wochenmodell, das in einem anderen Studiengang der Hochschule auch angeboten wird.

Nunmehr fordert das Ausbildungsunternehmen für die Zukunft, dass ich auch während der offiziellen Studiensemesterzeit zusätzliche praktische betriebliche Zeiten im Unternehmen ableiste. Als Begründung wird angeführt, die Pflicht zur Freistellung würde sich nur auf die effektive Vorlesungszeit an der Hochschule (analog der Berufschule in der normalen Ausbildung) beziehen. In der übrigen Zeit müsste ich die betriebliche Arbeitszeit, die auch für "normale" Auszubildende gilt, ableisten. Eigenstudium neben der Vorlesung und Prüfungsvorbereitungen etc. müssten außerhalb dieser Zeiten stattfinden (also bspw. ab 17.00h nach dem regulären Arbeitsende im Betrieb).

Meine Frage ist nun, ob diese Forderung des Ausbildungsbetriebes zulässig ist? Eine explizite Regelung dazu steht nicht in meinem Vertrag.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Stella Altenburg
Hochschule Dual
Hallo Hanni,
prinzipiell ist die Idee des dualen Studiums in Bayern so gedacht, dass der Student in der Vorlesungszeit im Semester an der Hochschule ist und sich dort auf sein Studium und die entsprechenden Prüfungen konzentriert. In den Semesterferien und während des Praxissemesters ist er dann im Betrieb.
Von einem Vollzeitjob WÄHREND des laufenden Vorlesungsbetriebes ist in keinster Weise die Rede. Die Unternehmen haben lediglich die freie Entscheidungsmöglichkeit, dass der Student stundenweise an freien Tagen (z.B. wenn Freitags keine Vorlesungen sind) auch unter dem Semester "rein kommt", um bei laufenden Projekten mit eingebunden zu werden. Dies muss dann aber vorher im Vertrag so festgehalten werden und auch entsprechend beim Urlaubsanspruch berücksichtigt werden.
Von welchem Stundenumfang ist bei Dir die Rede? Mehr als einen Tag bzw. 8-10 Stunden sollte es wirklich nicht sein. Die Vorlesungen müssen in diesem Falle VOR dem Arbeiten im Unternehmen stehen - sonst wird man dem dualen Studium nicht ausreichend gerecht!
Ich empfehle Dir, mit Deinem Unternehmen in Ruhe zu sprechen und ggf. auch die Ansprechpartner an deiner Hochschule hinzuzuziehen.
Viele Grüße
Stella Altenburg
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